Oschersleben

Motorsport Arena Oschersleben. Ende April 2026.

Ich bin die Nacht davor kaum geschlafen. Die Fahrt über die A2 war eine absolute Hölle und ich kam erst morgens um 1 in der Unterkunft an.

Der erste Tag auf einer neuen Strecke ist ein eigenes Format. Man lernt das Auto, den Asphalt, die Bremspunkte. Alles gleichzeitig. Ich habe jeden Moment bewusst aufgesogen – nicht um ihn zu romantisieren, sondern um ihn zu verstehen. Dazu die neuen Abläufe: Fahrerbesprechung, technische Abnahme, was ist wichtig? was kann ich wieder vergessen? Und dazu ganz viele neue Menschen, Traumautos und Situationen um mich herum. Willkommen im Rennsport.

Das Qualifying am Morgen nach leichtem Regen am Abend. Die Strecke noch halb nass, halb trocknend, keine zwei Runden gleich. Auch die niedrigen Temperaturen helfen nicht dabei Vertrauen aufzubauen. Genau die Bedingungen, die einem nichts verzeihen. Ich habe P2 in der Klasse geholt – und dabei mehr gelernt als in jedem Gespräch über Rennsport. In der letzten Kurve zu gierig gewesen. Es hätte P1 in der Klasse werden können. Aber ich wollte zu viel und kannte das Auto zu wenig.

Im Rennen selbst zeigte die Strecke ihr zweites Gesicht. Trocken und mit ein bisschen Sonne hat der Aspahlt und der Reifen zum Gas geben eingeladen. Und ich habe mein erstes Rennen auf P2 in der Klasse beendet. Das Debüt endet auf dem Podium! Ich was vollkommen geflasht.

Im Sonntagsrennen konnte ich direkt daran anknüpfen und das Ergebnis mit P2 wiederholen/bestätigen.

Das Ergebnis ist real. Aber nicht das Wichtigste. Was geblieben ist: das Gefühl, angekommen zu sein. Nicht als perfekter Fahrer. Sondern als einer, der auf der Startaufstellung stand und wusste, dass er genau da hingehört.

Und dazu noch ganz viele - für mich - super emotionale Momente und Ereignisse.

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Nürburgring. Ein Wochenende, das mehr war.

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Der Weg zur Lizenz